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Rohrisolierung richtig wählen: Durchmesser und Dämmstärke für Heizung und Sanitär
Der Innendurchmesser entscheidet über den Schlauch
Ein Dämmschlauch sitzt stramm auf dem Rohr. Der Innendurchmesser des Schlauchs entspricht dem Außendurchmesser des Rohrs. Ein 15 mm Kupferrohr hat 15 mm Außendurchmesser. Es braucht einen Schlauch mit 15 mm Innendurchmesser. Ein 22 mm Kupferrohr braucht 22 mm Innendurchmesser.
Verbundrohr wird mit Dämmung gemessen. Ein 16 x 2 mm Verbundrohr misst außen 16 mm. Ein 20 x 2 mm Verbundrohr misst außen 20 mm. Der Messschieber wird am blanken Rohr angesetzt. Die Messung erfolgt ohne alte Dämmung. Zwei Messungen um 90 Grad versetzt sichern das Ergebnis.
ArmaFlex HOME Tube 15 mm x 10 mm passt auf 15er Kupfer- und Stahlrohr. Die Rolle enthält 35 m Schlauch. Die Dämmdicke beträgt 10 mm. Der Schlauch ist längs geschlitzt.
Die Tabelle ordnet Rohr und Schlauch einander zu. DN gibt die Nennweite an. AD gibt den Außendurchmesser in mm an. Die Schlauchgröße folgt dem AD.
Rohr
AD
Schlauch-ID
Kupfer 12 x 1 mm
12 mm
12 mm
Kupfer 15 x 1 mm / Stahl DN 10
15 mm
15 mm
Verbund 16 x 2 mm / Kupfer 18 x 1 mm
16–18 mm
18 mm
Verbund 20 x 2 mm / Kupfer 22 x 1 mm
20–22 mm
22 mm
Kupfer 28 x 1,5 mm / Stahl DN 20
28 mm
28 mm
Der Schlauch dehnt sich um 1 bis 2 mm. Ein 18er Schlauch passt über 16 mm Verbundrohr. Alte Farbschichten erhöhen den AD um 0,5 mm. Rost und Zunder werden vor der Montage entfernt. Das Rohr muss trocken und staubfrei sein.
Dämmstärke nach Einsatz und GEG wählen
Die Dämmdicke bestimmt den Wärmeverlust. 10 mm Dämmung halbiert den Verlust am ungedämmten Rohr. 20 mm Dämmung senkt den Verlust um rund zwei Drittel. Die Werte gelten für 60 Grad Vorlauf bei 20 Grad Umgebung.
Das Gebäudeenergiegesetz fordert 100 % Dämmung für zentrale Heizleitungen. 100 % bedeutet: Dämmdicke entspricht dem Rohrinnendurchmesser. Ein 22er Rohr erhält 22 mm Dämmdicke. Die Regel gilt für Verteilung in unbeheizten Räumen. Stand ist der 24. September 2026.
10 mm Dämmung genügt für sichtbare Anschlüsse in beheizten Räumen. 10 mm Dämmung genügt für Warmwasser-Stichleitungen bis 3 m Länge. Für Kellerverteilung und Steigstrang braucht es dickere Schläuche oder Platten. Kaltwasser braucht geschlossenzelligen Schaum gegen Kondensat.
Kaltwasser und Klimaanlage brauchen dichte Nähte
Kalte Rohre schwitzen bei feuchter Luft. Ein 12 Grad kaltes Rohr kondensiert ab 26 Grad und 60 % Luftfeuchte. Kondensat führt zu Korrosion am Stahlrohr. Geschlossenzelliger Kautschuk bremst den Dampfstrom.
Die Platte dämmt Pumpen, Bögen und Verteiler. ArmaFlex HOME Platte 19 mm liefert 6 m² Fläche. Die Platte ist 19 mm dick. Die Rückseite klebt auf Metall und Kunststoff. Streifen von 100 mm Breite umwickeln Bögen.
Stöße werden fugenlos verlegt. Längsnähte erhalten 5 mm Überlappung am Klebeband. Gehrungsschnitte von 45 Grad bilden 90-Grad-Bögen. Zwei 45-Grad-Schnitte ergeben einen sauberen Bogen.
Jede Lücke von 10 mm Länge erhöht den Verlust am Meter. Offene Stöße lassen Feuchte an das Rohr. Das ArmaFlex HOME Tape 15 m x 50 mm verschließt Nähte und Stöße. Die Rolle ist 15 m lang und 50 mm breit. Das Band dehnt sich um Ecken ohne Falten.
Das Rohr wird vor dem Kleben entfettet. Der Schlauch wird mit der Naht nach unten gedreht. Das Band wird mit 50 % Überlappung gewickelt. Zug am Band bleibt unter leichter Handspannung. Die Verklebung trägt nach 24 Stunden voll.
Der Verbrauch liegt bei 1 m Band pro 3 m Schlauchnaht. Ein Keller mit 30 m Rohr braucht 10 m Band. Bögen und Abzweige verdoppeln den Verbrauch. Eine Ersatzrolle sichert Verschnitt und Nacharbeit.